Online besprechen: selbstverständlich mehrsprachig!

Im Arbeitsalltag sind Online-Meetings zu einem festen Bestandteil geworden. Egal ob kurze Absprachen mit der Kollegin im Homeoffice, der Jour fixe mit der Zweigniederlassung im Ausland oder das Jahresplanungstreffen des Interessenverbands: Dank virtueller Treffen können wir uns schnell und flexibel ortsunabhängig austauschen.

Doch was tun, wenn nicht alle Teilnehmenden dieselbe Sprache sprechen? Häufig wird auf Englisch als Lingua Franca zurückgegriffen, aber hier entsteht schnell ein Ungleichgewicht zwischen den Teilnehmenden, die fließend Englisch sprechen, und denen, die sich damit schwertun. Viele gängige Softwares für Videokonferenzen bieten inzwischen automatisch übersetzte Untertitel an. Diese können im Notfall helfen, die wichtigsten Inhalte zu erfassen.

Bei Akzenten ist die Technik allerdings schnell überfordert, bei Ironie sowieso. Und wer spricht schon wie gedruckt? Manchmal fange ich meinen Satz mehrfach an, bis ich die richtige Formulierung gefunden habe. Diese Halbsätze immer wieder als Untertitel zu lesen, kann schnell ermüdend sein.

Ein Stehpult mit Laptop und einem externen Sprechermikrofon, gemütliche Büroatmosphäre.
Videokonferenzen ermöglichen internationalen Austausch von zu Hause aus.
(Bild: Pixabay/standsome)

Dolmetscher*innen dagegen konzentrieren sich auf die Inhalte und lassen Redundantes weg, verstehen auch Akzente und freuen sich, wenn mal ein Witz gemacht wird. Ebenso wie bei Präsenzveranstaltungen kann online simultan und konsekutiv gedolmetscht werden. Einige Plattformen wie Zoom und MS Teams haben Funktionen eingebaut, mit denen sich Dolmetscher*innen zuschalten können, ähnlich einer virtuellen Kabine. Die Teamstärke orientiert sich an Präsenzveranstaltungen und variiert je nach Dauer, Setting und Kontext.

Damit alle Inhalte übersetzt werden können, ist ein guter Ton die Grundlage. Bitten Sie alle Beteiligten, Headsets zu tragen und das Video einzuschalten, denn Mimik und Gestik tragen entscheidend zum (menschlichen) Verstehen bei.

Apropos menschliches Verstehen: Wer nicht mit der Tür ins Haus fallen möchte, beginnt das Treffen mit einem kurzen Small Talk. Das ist dank der Dolmetscher*innen auch virtuell problemlos möglich.